MUSIK***

Musik.
Das klassische Repertoire des trio.s ist breitgefächert. Neben Oper, Kunst- und Volkslied, Tango, Musette und Improvisationen entstand im Jahr 2017 auch die erste Komposition für die außergewöhnliche Besetzung bestehend aus Mezzosopran, Alt und Akkordeon. Die tiefen Stimmlagen der beiden Sängerinnen erfordern repertoiretechnisch das Betreten neuer Wege, da die meisten Stücke für zwei höhere Stimmen ausgerichtet sind. Die Suche nach passenden Werken und das entsprechende Arrangieren ist ein großer und wichtiger Bestandteil der trio.s-Arbeit. Ein besonderer Raum-Klang-Körper entsteht auch durch das Einbinden des Publikums beim Singen von Volksliedern. Hier geht es dem Trio neben dem besonderen gemeinsamen Musikerlebnis mit dem Publikum auch um den Erhalt und die Pflege alter deutscher Volkslieder.

 

Sprache.
Durch die sehr persönlich gestaltete Moderation der Künstlerinnen zwischen den Stücken werden emotionale Bilder geöffnet. Aus Sprache und Musik ergeben sich Kurzgeschichten, die jedoch keiner dramaturgischen Abfolge unterliegen. Es entsteht ein Zugang zur Musik, der für alle gleichermaßen funktioniert, da der Fokus nicht auf dem trockenen Vermitteln von musiktheoretischen oder musikgeschichtlichen Inhalten liegt, sondern die Zuhörer auf der emotionalen Ebene abholt. Trotzdem kommen Hintergrundinformationen zum Stück oder zum Komponisten nicht zu kurz, stets jedoch ohne erhobenen Zeigefinger und charmant verpackt.

 

Raum.
Der Konzertraum ist in der Idee des trio.s auf den ersten Blick ein Raum ohne sichtbare Bühne. Räumliche Grenzen, oftmals verursacht durch eine klassisch frontale Bühnen-Publikumssituation werden aufgelöst. Somit bestimmen Nähe, kleine Distanzen und das Aufbauen von Räumen und Situationen durch das Publikum das Konzertgeschehen. Geplante Positionswechsel der Konzertbesucher innerhalb eines Konzerterlebnisses schaffen immer wieder neue Räume, neue Hörsituationen.

 

Rezipient.
Das Publikum wird durch die räumliche Veränderung, durch das gemeinsame Singen und durch die interaktive Moderation selbst zum Akteur bzw. maßgeblichen Bestandteil des interaktiv-emotionalen Musik-/Konzerterlebnisses. Trotzdem bleibt Raum um sich Zurückzuziehen, um sich ganz dem Hörerlebnis zu widmen.
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Idee eines Formats mit unmittelbar erfahrbarer klassischer Musik, durch Nähe zum Publikum und der Möglichkeit als Rezipient Teil des Konzertes zu werden, für die unterschiedlichsten Rezipientengruppen funktioniert.